Kann man Frauen zum Gangbang verführen?
Und sie finden es sogar klasse? Pick Up Artist - Teil 2
Ein süßes Mädel mal mit dem besten Kumpel zu vernaschen, das ist eine Fantasie, die viele Männer gerne mal ganz real ausprobieren würden. Und auf der Pick Up Con, von der ich bereits in meinem letzten Blog berichtet habe, weiht uns Master of Desaster in die hohe Kunst der erotischen Verführung ein. Das gibt’s nicht, dachte ich zuerst. Könnte mir das auch passieren?
Was ist ein Gangbang?
Diese sexuelle Spielart ist eine besondere Form von Gruppensex, bei dem die Männer in der Überzahl sind. Das Wort hat einen eher negativen Beigeschmack, denn mit dieser Fantasie wird oft in Pornos gespielt und wenn eine Frau von mehreren Männern in allen verfügbaren Öffnungen penetriert wird, dann muss sie schon superscharf drauf sein, um mit soviel geballter Männlichkeit überhaupt umgehen zu können. Ein Gangbang hat für Männer einen großen visuellen Reiz, denn allein die Frau in den verschiedensten Stellungen von mehreren Schwänzen gleichzeitig gevögelt zu sehen – das ist schon ungewöhnlich und macht natürlich ziemlich an. Welchen Reiz ein Gangbang für Frauen haben könnte … dazu komme ich gleich.
Sind Männer loyaler als Frauen?
Auf der Pick Up Con hat mich vor allem auch ein Redner fasziniert, der uns eine Stunde lang erläutert hat, wie man es schafft, Frauen zu einem Gangbang zu verführen und es ihnen anschließend sogar noch gefällt. Der junge Mann nennt sich Master of Desaster und steht in schwarzer Jeans, Totenkopf-Shirt und schwarzer Wollmütze lässig vor uns auf der Bühne. “Männer haben Frauen gegenüber einen großen Vorteil”, beginnt er seinen Vortrag. “Wir Männer halten zusammen und gemeinsam sind wir stark. Frauen stehen viel mehr in Konkurrenz zueinander und diesen Vorteil gegenüber Frauen sollten wir ausnutzen.” Einen Augenblick lang bin ich geschockt, weiß nicht, ob ich mich über diese sexistische Äußerung aufregen soll oder nicht und denke erstmal nach. Aber wenn ich ganz ehrlich bin: Master of Desaster hat Recht. Ich glaube, dass Frauen leider wirklich oft versuchen, sich gegenseitig auszustechen. Vielleicht weil wir Männer längerfristig an uns binden wollen und es Männern leichter fällt, den Augenblick zu genießen? Natürlich ist das nicht immer so, aber ich glaube, da ist was dran.
Den “Schlampenkomplex” entschärfen
“Wenn eine Frau mit vielen Männern schläft, dann wird sie in der Gesellschaft als “Schlampe” bezeichnet”, erklärt uns Master of Desaster. “Aber wenn wir jede Nacht eine neue Braut abschleppen, dann sind wir der King. Ist das nicht so, Jungs?” Die Zuschauer nicken andächtig. “Wenn ihr eine Frau zum Gangbang überreden wollt, dann müsst ihr vorher im Gespräch schon mal locker rüberbringen, dass ihr mutige Frauen klasse findet und dass ihr sie deshalb nicht als Schlampe seht.” Irgendwie macht das Sinn, denke ich mir. In unserer Gesellschaft ist es in der Tat noch so, dass sexuell aktive Frauen eher negativ beurteilt werden und gerade sehr junge Frauen, haben damit sicherlich ein Problem.
Gangbang beginnt im Schlafzimmer
“Wenn ihr eine Frau mit einem Kumpel teilen wollt, dann müsst ihr sie erstmal ins Schlafzimmer bringen und anfangen zu vögeln, sonst wird das nichts”, erklärt uns Master of Desaster fachmännisch. “Ich habe am Anfang versucht, mit Frauen darüber zu reden, aber da kam immer erstmal Ablehnung und dann habe ich mir eine andere Taktik einfallen lassen. Ihr müsst sie erstmal vögeln, sie vom Verstand in ihren Körper, in ihre Lust bringen. Dann kann irgendwann euer Kumpel dazukommen. Ich hab’ am Anfang immer noch angeboten, dass ich ihn wieder wegschicke … aber keine Frau wollte das. Die haben alle mitgemacht. Euer Kumpel darf dabei auch nicht zögerlich sein, einfach den Schwanz auspacken und mitmachen und ihn ihr gleich in den Mund stecken. Ich war selbst erstaunt, was die Mädels alle mitgemacht haben. Und wisst ihr was das Schärfste ist? Viele haben mir anschließend noch eine sms geschickt und sich bei mir bedankt, dass sie so was Geiles noch nie erlebt hätten.”
Sollte man Frauen zur Lust überlisten?
Der Vortrag hat mich zum Nachdenken angeregt, aber auch ein wenig traurig gemacht. Als einzige Frau in der Runde stehe ich stellvertretend für meine Geschlechtsgenossinnen und melde mich mich zu Wort: “Ich finde das nicht schön, das fühlt sich wie ein Vertrauensbruch an”, sage ich. “Und ich glaube mit mir hätte das nicht funktioniert.” Die Jungs lachen, denn sie meinen, dass ich noch zu sehr im Kopf bin und dass es ja gerade darum geht, den Kopf der Frau auszuschalten. Aber immerhin pflichtet mir Master of Desaster bei, dass das mit dem Vertrauensbruch in der Tat der einzige wunde Punkt in seiner Strategie sei. Aber er würde eine Frau ja auch nie dazu zwingen, sondern notfalls den Kumpel auch wieder wegschicken.
Ist der Ruf erst ruiniert…
Es erstaunt mich nicht, dass es den meisten Frauen sogar sehr gut gefallen hat, von mehreren Männern gleichzeitig genommen zu werden. Ich habe vor einigen Jahren mal was Ähnliches ausprobiert und mich in einem Club fünf Männern gleichzeitig anvertraut. Das Zentrum von so viel Lust und Aufmerksamkeit zu sein, soviel Geilheit zu spüren, von so vielen verschiedenen Händen und Schwänzen berührt zu werden … das kann ein wunderbar sinnliches Erlebnis sein. Vorrausgesetzt, es geschieht in Liebe und Respekt und freiwillig. Ich finde, wir sollten weniger auf äußere Moralvorstellungen hören, sondern dem Ruf unseres Herzens folgen und das tun, was uns erregt, was uns Lust und Freude bereitet. Es kommt nur darauf an, was wir selbst gerne erleben würde und was andere darüber denken, ist letztendlich nicht so wichtig. Hauptsache wir sind authentisch und werfen uns eines Tages nicht vor, dass wir was verpasst haben. Und dann … lebt es sich ganz ungeniert!
Sinnliche Grüße von
Christine
PS: Wer mehr über sich und die eigene Sexualität lernen möchte, kann bei mir gerne ein Erotik-Coaching buchen oder meine Kurse besuchen.
Mehr über die Pick Up Artists findet Ihr hier:
http://www.progressive-seduction.com/



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