Die Lust am anonymen Sex
Marionettenspiele - Neuerscheinung im Christine Janson Verlag
Ich bin in meinem Verlag immer wieder auf der Suche nach Autoren, die in der Sexualität ungewöhnliche Perspektiven einnehmen. Aus diesem Grund bin ich auf das spannende Buch von Serena Arand gestoßen, bei dem es um anonymen Sex geht, um Unterwerfung und auch darum, sich in der Sexualität immer wieder neu zu erfahren und die eigenen Grenzen zu erweitern. Oft ist es nicht die Vertrautheit und die Geborgenheit, die uns zu geilem Sex verführt, sondern die Lust am Unbekannten. Es ist die Sehnsucht danach die Kontrolle zu verlieren und sich der Lust mit einem Fremden hinzugeben, dem wir vielleicht niemals mehr begegnen werden. In dem neuen Roman von Serena Arand Marionettenspiele geht es um eine neugierige junge Frau, die sich ihre Lover im Internet sucht. Bis sie eines Tages an eine seltsame Gruppe von Menschen gerät, die das erotische Spiel bitterernst nehmen…
Eine Frau, die weiß was sie will
Serenas Freund hat schon lange keinen Bock mehr auf Sex und weil er auf seinem PC lieber Aliens abknallt, als mit seiner Freundin zu vögeln, schießt sie ihn in den Wind. Stattdessen sucht sie sich im Internet lieber potentere Jungs, die wissen, wie man Spaß hat. Nachdem sie erstmal alle anzüglichen Schwanzfotos gelöscht hat (allerdings nicht ohne vorher einen neugierigen Blick darauf zu werfen), findet sie einen attraktiven Mann, der ihr auf Anhieb gefällt. Allerdings will er sie zu einem Dreier mit seiner Freundin überreden.
Frauenlippen schmecken süß
Serena findet an Ninas schönen Brüsten durchaus Gefallen und ich finde es macht ziemlich an, wie sie in ihrem Blog den ersten Sex mit einer Frau beschreibt: “Nach einer Minute lagen Nina und ich wild knutschend auf dem Bett. Ihre Hände streichelten meine Brüste und griffen mir beherzt in den Schritt. Ich begann sie ebenfalls zu streicheln. Ihre Brüste waren trotz ihres Alters knackig fest. Aus dem Augenwinkel beobachtete ich, wie sich Klaus ebenfalls entkleidete. Sein steifes Glied sprang regelrecht aus der Hose und Klaus zog ein Kondom über. Die beiden hatten an alles gedacht. Nina hatte sich inzwischen an mir hinab gearbeitet, und das erste Mal in meinem Leben spürte ich die Zunge einer Frau zwischen meinen Schenkeln. Ich nahm ihren Kopf in meine Hände und presste ihn gegen mich. Klaus setzte sich auf das Bett und begann meine Brüste zu streicheln…”
Das Spiel beginnt…
Ich finde das Buch “Marionettenspiele” ziemlich gewagt und außergewönlich, denn es wird sich hier über die gängigen sexuellen Beschreibungen mutig hinweggesetzt und auch mit Fantasien gespielt, die man sich oft nicht einmal vorzustellen wagt. Aber darf man sich an Dingen erregen, die man in der Realität abstoßend fände? Z.B. von einer Gruppe von Menschen sexuell “benutzt” zu werden? Hier fängt es meiner Meinung nach an spannend zu werden, denn an diesem Punkt setzen wir uns mit den dunklen Seiten unserer Sexualität auseinander und lernen mehr darüber, wer wir wirklich sind. Serena trifft auf die geheimnisvollen Marionettenspieler, denen es bitterernst ist mit dem Spiel: “Und dann berührten mich Hände, viele Hände. Erschrocken schrie ich auf, doch sofort verschloss mir eine Hand den Mund. Meine Arme wurden gepackt und festgehalten. Hände griffen nach meinem Kleid und schoben es nach oben über meinen Kopf. Jemand umfasste von hinten meine Brüste und zog mich an sich. Ich roch ein süßliches Parfum. Andere Hände spreizten meine Beine. Von vorne ein Körper, eine Zunge auf meinen Lippen. Automatisch öffnete ich meinen Mund und die freche Zunge drang ein. Eine Frau? Ein anderer Geruch. Geschmack von Lust. Meine Brüste wurden gestreichelt und gedrückt, dann spürte ich auch dort saugende Münder und Zungen. Jetzt griffen Finger in meinen Schritt und spielten mit meiner Knospe. Andere erforschten mich. Meine Angst war auf einmal völlig verschwunden und ich gab mich hin.”
Die neue Präsentation von Ebooks im BOOKLET
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Marionettenspiele: Erotischer Roman, Serena Arand
Christine Janson Verlag 12/2011
ca. 190 Seiten & 10 erotische Fotos
EPUB-eBook 8,99€ – ISBN 978-3-939229-3-84
Viel Spaß beim Lesen
Sinnliche Grüße von Christine

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Jan 24, 2012 @ 15:36:11
Sind wir nicht alle Marionetten unserer eigenen Lust. Wird unser Blick auf einen schönen Körper nicht gezogen von magischer Hand und wird unsere Lust nicht gelenkt durch die Zuhilfenahme von Händen? Dem Rhythmus und der Begierde folgend, lässt es sich gut leben und lieben als Marionette. Einzig die alleinige Angst, die Stricke könnten reißen, lehrt uns das Fürchten. Lieben Gruß. O.
Jan 24, 2012 @ 19:22:53
Lieber O, ja so kann man es natürlich auch sehen.
Marionetten dürfen die Kontrolle aufgeben und sich der eigenen Lust hingeben. Es sei denn, der Faden reißt …
) Lieber Gruß von Christine